EFD in Dänemark

Mirja E., Dänemark, Januar-Juni 2014

EFD - Abschlussbericht:

Anfang Januar war es endlich so weit: Ich sollte meinen Europäischen Freiwilligendienst in Dänemark beginnen! Für ein halbes Jahr werde ich im Land der Hotdogs, des Smørrebrøds und der rotweißen Fähnchen leben. Außerdem werde ich laut des World Happines Reports die glücklichsten Menschen der Welt genauer kennen lernen!

Meinen Freiwilligendienst habe ich bei einem deutschen Kindergarten im Süden Dänemarks absolviert, in dem Kinder im Alter von 1-6 betreut werden. 

Meine Tätigkeiten im Kindergarten waren z.B: mit den Kindern spielen, basteln oder lesen. Aber ich habe auch sonstige Tätigkeiten, wie etwa Wickeln oder Aufräumen übernommen. Außerdem durfte ich die Pädagogen auf Ausflügen mit den Kindern begleiten und durfte auch eigene kleine Projekte durchführen. 

Die Kinder im Kindergarten stammten größtenteils aus dänischen Familien, in denen mindestens ein Elternteil die deutsche Sprache beherrscht. Trotzdem war für alle Kinder die Erstsprache Dänisch, sodass es war für mich sehr interessant war, wie die Kinder mit zwei verschiedene Sprachen umgehen können. So haben einige Kindern beispielsweise nur Dänisch gesprochen, andere sehr gut Deutsch und wiederum einige eine Mischung aus Deutsch und Dänisch.

Dadurch, dass ich in einem Deutschen Kindergarten gearbeitet habe und nur Deutsch mit den Kindern gesprochen habe, habe ich nicht so viel der dänischen Sprache erlernt, wie ich es mir erhofft hatte. 

Ich wohnte in einer geräumigen, ostseenahen Wohnung, die ich mir mit einer anderen Freiwilligen teilte. Sie kommt aus Ungarn, ist aber in Wien aufgewachsen und ich verstehe mich mit ihr sehr gut. Des Weiteren habe ich von ihr viel über die ungarische Lebensweise und Traditionen gelernt und kenne nun sogar ein paar ungarische Wörter!

Was für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war, ist die Tatsache, dass die Wohnung ziemlich auf dem Land liegt und die Wege zum Kindergarten, Einkaufen, Sporthalle und zur Sprachschule recht lang sind, zumal wir kein Auto hatten.

Außerdem war es schwer Kontakt zu den hier lebenden Jugendlichen zu knüpfen, da in unserem Dorf keine Aktivitäten für Jugendliche stattfanden, an denen wir teilnehmen konnten. Aber dank meiner Mentorin, die Sozialberaterin ist, habe ich ein paar nette gleichaltrige Jugendliche kennengelernt.

Wer in Dänemark leben möchte, muss erst einmal ein paar bürokratische Hindernisse überwinden. So braucht man nicht nur eine Aufenthaltsgenehmigung, sondern auch die sogenannte CPR-Nummer. Ohne diese persönliche Nummer ist das aktive Leben in Dänemark nahezu unmöglich. Man braucht diese Nummer für alles: Mitgliedschaft in Sportverein, Arztbesuch, Bankkontoeröffnung oder um sich in der Bibliothek registrieren zu lassen.

Durch diese CPR-Nummer war es für uns möglich, an einem kostenlosen Sprachkurs teilzunehmen. Ich hatte drei Stunden die Woche Sprachunterricht und habe dadurch nicht nur die dänische Sprache und Grammatik kennengelernt, sondern auch etwas über die dänische Kultur und Lebensweise. 

Insgesamt gesehen kann ich sagen, dass ich während meiner Zeit in Dänemark viel gelernt habe und dass dies eine schöne Zeit für mich war. Ich kann jedem empfehlen auch einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren!