Europäischer Freiwilligendienst in Deutschland

Seit Anfang Oktober bin ich in Berlin im Rahmen meines Europäischen Freiwilligen Dienstes. Ich wohne in einer großen Wohngemeinschaft mit 3 anderen netten Freiwilligen aus Serbien, Belgien und Griechenland. Ich arbeite für zwei interessante Organisationen: Ludilangues und das Jugendhaus Königstadt.

Vor meiner Ankunft in Berlin hatte ich an einer deutsch-französisch-tunesischen Ausbildung in Köln teilgenommen. Diese Ausbildung „Interkulturelle Fortbildung zur Qualifizierung als Teamer internationaler Begegnungen“ wurde vom Deutsch-Französischen Jugendwerk unterstützt und vom Gustav Stresemann Institut e.V. (Bonn) und dem CEFIR (Zentrum für Erziehung und Fortbildung von Interkulturellen Begegnungen, Dunkerque) organisiert. Es war eine schöne Einleitung in die Sprachanimation.

Meine Arbeit mit dem französischen Verein Ludilangues ist persönlich sowie beruflich sehr bereichernd. Ich gehe in Schulen und mache Sprachanimation in französischen Kursen. Die Jugendlichen haben Lust und Spaß daran französisch zu lernen wenn man es mit Spielen oder künstlerischen Workshops anbietet. Ich fühle mich in diesem Team integriert und habe interessante Aufgabe. Es gefällt mir auch, weil ich Verantwortung habe und Selbstvertrauen gewinne. Wir haben auch verschiedene internationale Projekte und ich helfe gern bei dieser Organisierung. Diesen Sommer werden wir zum Beispiel (in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Königstadt) eine internationale Begegnung zwischen deutschen und französischen Jugendlichen durchführen.
Im Jugendhaus Königstadt habe ich die Möglichkeit mein Deutsch zu verbessern, weil ich mit einem deutschen Team arbeite. Wir betreuen dort Jugendliche (von 13 bis 20 Jahren), kochen zusammen, spielen, basteln, tanzen usw. Das Jugendhaus ist auch ein Kulturzentrum, wo mehrere Veranstaltungen stattfinden. Letzten Freitag gab es zum Beispiel ein Konzert, das gut besucht war. Wir passen uns an die Wünsche der Jugendlichen an, um unsere Aktivitäten anzubieten. Für Halloween haben wir gemeinsam mit den Jugendlichen eine Party organisiert.

Da ich 6 Stunden pro Tag arbeite, habe ich auch Freizeit um Berlin zu entdecken und um Sport zu treiben. Berlin ist sehr international. Es hat mich am Anfang beeindruckt, dass man jeden Tag so viele verschiedene Sprachen hört. Aber ich finde es schön, weil jeder –egal woher man kommt- sich zu Hause fühlt. Ich finde es auch toll, dass Berlin sehr künstlerisch ist! Es ist natürlich auch historisch reich und sehr grün. Ich freue mich, wenn ich durch Events die deutsche Geschichte besser kennen und verstehen kann. Bis jetzt habe ich den 3.Oktober (Tag der Vereinigung), den 9. und 10. November (Jahrestag der Pogromnacht und des Mauerfalls) in Berlin erlebt.

Mein Freiwilligendienst und das Leben in Berlin gefallen mir wirklich! Ich freue mich auf die nächsten Monate und auf mein erstes Seminar, wo ich andere Freiwillige treffen werde.

Aline M.