VJF/ ESC 2.3 Never Forget: Sachsenhausen #1
Projekt: Marking Traces of Forced Labour
Das Hauptprojekt findet in einem nahegelegenen Waldgebiet statt: dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei und eines Außenlagers des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Tausende von Häftlingen mussten hier unter grausamen Bedingungen Gebäude errichten, Ziegel und Granaten herstellen oder Lehm abbauen. Da das Gelände am Ende des Krieges bombardiert wurde, zeugen heute nur noch wenige Überreste wie Fundamente und die Landschaft von seiner Geschichte.
Studienteil
Die Geschichte des Nationalsozialismus, das Konzentrationslager Sachsenhausen und der Zweite Weltkrieg stehen im Mittelpunkt des Studienprogramms. Ihr erkundet das Gelände einer ehemaligen Ziegelei, versucht, historische Gebäude zu lokalisieren, und dokumentiert die Überreste, wie Fundamente oder gefundene Gegenstände. Ihr lernt die Lebensgeschichten ehemaliger Häftlinge kennen, die aus ganz Europa stammten und hier zur Arbeit gezwungen wurden. Darüber hinaus lernt ihr die Nachkriegsgeschichte Deutschlands kennen. Zusammen diskutiert ihr Formen des internationalen Gedenkens und aktuelle Sichtweisen auf das Erinnern.
Alle Teilnehmer*innen sollten über sehr gute Englischkenntnisse verfügen und Interesse an Geschichte sowie an den aktuellen Problemen des Neofaschismus und Rassismus haben.
Arbeit
Die Teilnehmenden werden Pflege- und Gartenarbeiten auf dem Gedenkstättengelände durchführen. Für die einfachen körperlichen Arbeiten sind keine besonderen Fähigkeiten erforderlich.
Unterkunft & Verpflegung
Du wirst in der Jugendherberge „Haus Szczypiorski“ untergebracht sein. Die ehemalige Villa des Inspekteurs der Konzentrationslager Theodor Eicke (1892–1943) wurde im Jahr 2006 zur Internationalen Jugendbegegnungsstätte und Jugendherberge umgestaltet und ist 2 km von der Gedenkstätte entfernt. Die Gruppe kocht selbst in einer gut ausgestatteten Küche. Mehr Informationen: Jugendherberge „Haus Szczypiorski“
Lage
Die Jugendherberge liegt etwa einen Kilometer von der Gedenkstätte entfernt am Rande Oranienburgs. Hier gibt es Freizeiträume mit Tischtennisplatten, einem Kicker, sowie einen großen Garten mit Fußballplatz und Lagerfeuerstelle. Mit dem Fahrrad ist man schnell am nahe gelegenen See oder in der Stadt.
Freizeit
Die Freiwilligen müssen Fahrrad fahren können, da verschiedene kürzere und längere Fahrradtouren geplant sind. Fahrräder werden zur Verfügung gestellt, Helme sind jedoch nicht erforderlich. Für die Freiwilligen gibt es viele Wälder und Seen zum Wandern, Radfahren oder einfach nur zum Entspannen.
Voraussetzungen
Studypart:
– Du solltest Interesse an der Geschichte Deutschlands und Europas in den 1930er und 1940er Jahren und das Gedenken mitbringen, sowie an den aktuellen Problemen des Neo-Faschismus und des Rassismus.
– Du hast Lust über diese Themen in einer internationalen Gruppe zu diskutieren.
Projektbezogen:
– Du solltest Dich Forschung vor Ort interessieren.
Generell:
– Du solltest in der Lage sein, einfache körperliche Arbeiten zu verrichten.
– Gute Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme.
– Da viele kürzere und längere Fahrradtouren geplant sind, sollten die Freiwilligen außerdem Fahrrad fahren können.
ESK – Information
Dieses Projekt besteht aus einem Freiwilligenteam, das vom Programm des Europäischen Solidaritätskorps der Europäischen Union unterstützt wird. Im Vergleich zum üblichen Workcamp-Teilnahmeprogramm sind einige wesentliche finanzielle und administrative Unterschiede hervorzuheben:
ACHTUNG: Dieses Projekt steht allen Freiwilligen offen, die die auf der ESC-Webseite vorgestellten ESC-Kriterien erfüllen: europa.eu/youth/solidarity
– Freiwillige müssen keine Gebühr zahlen (keine Versand- oder Teilnahmegebühr), um am Projekt teilzunehmen
– Freiwillige müssen sich beim PASS, dem Portal des Europäischen Solidaritätskorps, anmelden.
– Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld, berechnet nach dem Tarif unseres Landes: 7€/Tag, sobald sie in Deutschland für das Projekt eintreffen
– Die Freiwilligen erhalten eine finanzielle Unterstützung für ihre Reise in Höhe eines Höchstbetrags gemäß der Fahrtstrecke und gegen Vorlage der Originaltickets.
– Freiwillige müssen einen Teilnahmebericht ausfüllen, der online über das Portal eingereicht wird.
Weitere Infos
Das Gedenkstätte Sachsenhausen war eines der größten Konzentrationslager in Deutschland und wurde 1936 in der Nähe Berlins errichtet. Menschen, die vom NS-Regime verfolgt wurden, wurden hier inhaftiert, zur Arbeit gezwungen, gefoltert und ermordet. Dazu gehörten politische Gegner, Jüdinnen und Juden, LGBTQ+-Personen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, als „soziale Außenseiter“ marginalisierte Personen und viele andere, insbesondere aus den während des Krieges besetzten Ländern. Nach der Befreiung 1945 errichtete der Sowjetische Geheimdienst an der Stelle das Speziallager Nr.7/Nr.1 zur Internierung von ehemaligen NS-Funktionär*innen und politischen Gegner*innen. Heute ist die Gedenkstätte ein Ort der Erinnerung, des Lernens und Forschens.
Weitere Informationen findest Du unter: https:// www.sachsenhausen-sbg.de
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22
D-16515 Oranienburg
www.sachsenhausen-sbg.de
Wir haben insgesamt drei Projekte in der Gedenkstätte Sachsenhausen, die sich inhaltlich durch das Zusatzprojekt unterscheiden:
– VJF ESC 2.3Sachsenhausen #1: Marking Traces of Forced Labour (12..07.26 – 02.08.26)
– VJF/ESC 2.4 Sachsenhausen #2: Comic and found Objects (14.07.26 – 04.08.26)
– VJF 2.5 Sachsenhausen #3: Music makes History (08.08.26 – 22.08.26)
Eindrücke
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